Die Einzigartigkeit von stillen Momenten und die Wiederkehr des Immergleichen auf Instagram

flaneur21

Instagram ist echt McDonalds. Man kann es mal essen…

Ich bemerke gerade eine wachsende Kluft.

Ich nehme instagram nur noch als Verkündungsplattform wahr, die meine Lebenszeit nun auch noch mit Hirnivideos zusätzlich berauben will. Wer nichts verkünden will, der tanzt dafür darin rum ….

Die selbstwahrnehmende Präsenz der Befüller auf diesem Medium reicht mir nicht mehr. Ich habe immer mehr runtergeschaltet von einer halben Stunde täglich, über zehn Minuten täglich zu 5 Minuten in drei Tagen und nun habe ich die App auch noch von allen Geräten entfernt bis auf eines – und mir fehlt nichts.

Der Informationswert ist gleich null und die Fotos sind so klein, daß ihre Ausdruckskraft fast völlig verstummt.

Hinzu kommt noch die Wiederkehr des Immergleichen bei Motiven etc.

Es geht nur noch um ich war auch da.

Instagram um nachzugucken, wo einer/eine war? Wer es mag…

Und dann diese Manipulationen. Ich gucke nach streetphotography und bekomme erotische Mädchen gezeigt mit riesigen Brüsten oder ich gucke nach Naturfotos und bekomme als Werbung Masturbations- und Blowjobhilfen. Es geht um Sexualisierung und Kommerz – Sex sells. Dafür bin ich nicht auf instagram gewesen.

Nein danke!

Warum ich dies so schreibe?

Weil ich durch meine zunehmenden stillen Stunden und die vielen stillen Momente in der Fotografie unterwegs jenseits städtischer Strukturen dies jetzt merke und es mir nun richtig bewußt ist.

So hilft die Fotografie und die Motivsuche.

Ein Foto für die Sinne wie im letzten Artikel gezeigt, kann man so nicht auf Instagram publizieren, weil es da weder wirkt noch dies der richtige Ort ist.

Die Bilderflut schwemmt es weg und es kann nicht zur Geltung kommen, denn man braucht dafür auch mehr als ein kleines Handy, weil es eine wirkungsvolle Größe braucht.

Hinzu kommt noch etwas.

Natürlich ist jedes Foto einzigartig aber es gibt Fotos, die man nicht reproduzieren kann in ähnlicher Weise, weil sie von der Natur so gestaltet sind, daß es sie nur per Zufall in einem Moment gibt.

Dazu gehören die Fotos der stillen Momente, die ich hier zeige und die echte Momente wiedergeben.

Die Einzigartigkeit in Kombination mit der besonderen Ausstrahlung macht dann auch das Besondere aus.

Diese Fotos sind auch nicht konsumierbar sondern selbstlos wirkend ohne zielgerichtete Beeinflußbarkeit.

Sie sind Gegenwart pur – einfach da sein im Dasein.

Das hier verlinkte Foto mit dem schwimmenden Blatt signalisiert zum Beispiel eine Leichtigkeit, die sich sogar übertragen kann.

Rein für die Sinne – in diesem Sinn!

 

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