Manuell Fotografieren mit Objektiven Made in China an Digitalkameras

flaneur21

Die fotografische Welt entwickelt sich ununterbrochen weiter. Durch die neuen Systemkameras entstanden auch neue Objektive für neue Bajonette und das Meiste kommt aus China. Da ist es kein Wunder, wenn mit den neuen Anschlüssen für Objektive nun auch Objektive selbst aus China kommen von Unternehmen, deren Namen ich vorher noch nie gehört habe.

Sind es Zulieferer der eigentlichen Kamerafirmen, sind es Nachahmer, was sind es überhaupt für Objektive?

Da die Objektive ausgesprochen freundliche Preise haben, habe ich mir eines bestellt mit dem Namen Mcoplus 35mm F1.6 für Fujifilm.

Dieses manuelle Objektiv bereitet mir ziemlich viel Freude, weil das Fujigehäuse über ausgesprochen gute Techniken für manuelles Fotografieren verfügt.

Meine Brennweite liegt ungefähr bei 50mm auf das Kleinbild umgerechnet und es ist ein manuelles Objektiv. Also alles das, was bei Cartier-Bresson wichtig war und heute eher keine Rolle mehr spielt.

Aber für mich schon.

Daher möchte ich auf einige Artikel hinweisen, in denen ich dieses Objektiv an zwei Gehäusen von Fuji nutzte:

 

Natürlich ist meine Art der Fotografie mit einem manuellen Objektiv heute nur noch eine Nischenaktivität, aber ich bin ziemlich begeistert davon, weil es einfach eine größere Herausforderung ist und mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

In dem Artikel über die Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt habe ich versucht, den Unterschied zu zeigen beim Kriterium der Personensichtbarkeit zwischen Autofokus und manuellem Fokus.

Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht von den Ergebnissen, zumal ich keine Nachbearbeitung vorgenommen habe. Mir bereitet dieses Objektiv viel Freude.

Ähnlich gute Ergebnisse habe ich auch im MFT Bereich mit anderen manuellen Objektiven erzielt, aber das ist eine andere Geschichte.

2 thoughts on “Manuell Fotografieren mit Objektiven Made in China an Digitalkameras

  1. Es gibt so manches manuelle Glas am Markt, ob neu vom Chinaman o. Altglas, was einen beim Losziehen mit der Kamera wunderbar entschleunigt, achtsam werden lässt und einen Lächeln lässt, wenn man die Ergebnisse sichtet !
    Ich hab mir vor geraumer Zeit das 35mm 1.2 von 7artisans für meine Fuji’s xpro2 / xe2s gekauft und liebe die kleine Linse.
    Ich hab zum Glück ein sehr gutes Exemplar erwischt, denn Serienstreuung ist schon ein Thema bei Linsen aus China!
    Das von Dir beschriebene kannte ich bisher noch gar nicht, die Ergebnisse sehen aber sehr schön aus, vor allem wenn man den Preis bedenkt!
    Ich kann jedenfalls nur jeden mal empfehlen sich ein solches Objektiv zu holen und sich auf dies Art zu fotografieren einzulassen. Es braucht natürlich etwas Übung.
    Hier noch ein sehr schöner Beitrag zu dem besagten Objektiv.
    https://jonasraskphotography.com/2019/11/24/the-7artisans-35mm-f-1-2-review/

    Bleibt zu sagen, vielen Dank für den schönen Blogbeitrag und weiterhin viel Spaß beim manuellen fotografieren.
    Schöne Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    BG
    Günter

    1. Danke für deine Anmerkungen. Das 7artisans habe ich mir nun auch bei einem Leica(!) Händler für die Fuji gekauft und werde es 2020 nutzen. Was mir an all den Objektiven hier gefällt ist, daß sie auf sanft und schön getrimmt sind und nicht primär so schrecklich scharf. Vor zehn Jahren hatte ich Autofokus-Objektive, die für analoge und digitale Kameras waren und die waren auch alle so gefällig. Gesichter wurden geschmeidig und das Auge hatte Übergänge, ohne unscharf zu sein. Die neuen Autofokusobjektive sind so knackscharf wie ich es eigentlich fast nie brauche. Als Fan des alten Sehens – parallel zur Nutzung auch neuer Objektive – gefallen mir gerade diese kleinen Wunder an den neuen Bajonetten sehr gut. Aber sie sind natürlich auch nur begrenzt einsetzbar für Stadt, Soziales, Street etc. – da aber unbegrenzt und sie laden zum Gestalten ein. Hier noch ein Lesetip http://dokumentarfotografie.vonmahlke.de/2015/07/02/f-1-4-lichtmalerei/

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