Meine Kameras – eine Fotogeschichte

flaneur21

Mir war es wichtig soziale Ereignisse und Entwicklungen in Wort und Bild festzuhalten. So kam ich zum digitalen Fotografieren.

Und so kam ich zu meinen ersten Digitalkameras, die alle kleine Sensoren hatten. Damit habe ich im Grunde alles fotografiert, was wichtig war.

Die Auswahl der Kameras war sehr dynamisch.

Parallel dazu lebte ich in einer Zwischenwelt aus analogen und neuen digitalen Geräten – sozusagen zwischen Kleinbild und MFT. Ich hatte die Leica M6 und die Leica CL. Dann kaufte ich mir eine Lumix G2 und bald schon war mir klar, daß für mich analog out und digital in war.

Ich habe es dann noch mit der Lumix DMC-L1 probiert:

Eine sehr schöne Kamera, deren Sensor bis heute richtig gute monochrome Fotos macht, aber eben auch ein schwerer Brocken. So schickte ich sie irgendwann in Rente.

Es war die Zeit als ich noch Olympus mochte. Aber sie ersetzten plötzlich das Four Thirds durch das Micro Four Thirds, so dass alles, was ich mir gekauft hatte, wertlos wurde.

Durch die Lumix G2 blieb ich aber dann im MFT Bereich, weil die Kamera klasse war und ab der Lumix G5 wurden auch alle Wünsche wahr wie elektronischer Verschluss, Touchscreen, Filter etc. und ab der GX7 wurde dann auch die Messsucherbauweise Wirklichkeit…

Mich komplett von der Leica M zu lösen, fiel mir leicht als ich die Fuji X100 bekam:

Ich habe es nie bereut.

Aber weil es neuere Kompaktkameras und viele Sonderangebote gab und es der Höhepunkt von Kompaktkameras, neuen Kameras und vielen Versprechungen war, suchte ich im Neuen das Bessere:

Ich kaufte immer ein Jahr nach Erscheinen, weil dann klar war, was funktioniert und die Preise sich halbiert hatten. Das ist heute bei den Preisen leider nicht mehr so.

Als dann der sog. 1 Zoll Sensor erschien, warteten damals eigentlich alle, die ich kannte, auf die neue von Canon mit dem 1 Zoll Sensor. Doch die kam nicht. Stattdessen kamen Sony und Nikon und die Karten wurden neu verteilt.

So gingen die Jahre ins Land zwischen enttäuschten und erfüllten Erwartungen. Zwischenzeitlich rollte dann auch noch eine Armee von Handys und Smartphones an und alle versprachen mehr als sie hielten.

Jetzt sind wir wieder ein paar Jahre weiter und ich habe meine Auswahl der letzten zehn Jahre in diesem Bereich fotografisch zusammengefaßt.

So entstand mein Bild von heute:

Unerwähnt bleiben an dieser Stelle die Kameras im Messsucherstil von Panasonic Lumix und Fujifilm und ein paar Spezialitäten wie die Ricoh GR Reihe, weil ich sie nicht immer im Alltag sondern als Auswahl für spezielle Ausflüge mitnehme, wenn ich z.B. digital manuell mit Messsucher fotografieren will.

Insgesamt muß man heute keine Kompromisse eingehen, um mit eher kleineren Digitalkameras unterwegs zu sein und soziale Themen zu fotografieren. Auch Porträts sind damit uneingeschränkt möglich. In vielen Situationen sind heute sogar Smartphones die bessere Wahl, nicht aus fotografischen Gründen sondern wegen der Unauffälligkeit.

Aber nicht jeder will so fotografieren. Insofern ist dies hier mein Weg.

Ich freue mich über meine „neuen“ digitalen Begleiter, obwohl sie nicht die neusten Geräte auf dem Markt sind.

Dafür sind sie erprobt und gut und manchmal sind sogar ältere Kameras mit neueren Objektiven die bessere Wahl.

Wie man an diesem Artikel merkt, dient dies hier alles der Reflexion der eigenen Geschichte und enthält keine großen Themen und keine Einmischung in Debatten sondern das, was ich gedacht und gemacht habe.

Zu meiner grundlegenden Erfahrung gehört, daß ich meine „besten“ sozialen Fotos – die echten Ereignisse, authentisch und schnell, wo ich dabei war – immer mit eher kleinen Kameras gemacht habe wie z.B. eine Lumix FZ37 oder später eine Olympus XZ1, die mehr konnten und kleiner waren als die Smartphones von heute (2021). Bei Tageslicht war die JPG Qualität fast immer so gut wie vorher bei analogen Filmen, RAW gab es in diesen Kameras damals fast noch nicht.

Ich habe mir dann später technisch (Bildqualität) bessere Kameras gekauft, weil es bessere Kameras gab. Diese waren bei Dunkelheit besser, hatten RAW und einen besseren optischen Zoom aber sie wurden auch immer größer außer bei der Lumix LF1.

Und selbst heute sind für meine Fotos nicht immer (nur manchmal) die neusten Kameras besser als ältere Modelle – es kommt eben auf Motive und Situationen an.

Daneben gibt es noch eine andere Dimension im Verhältnis von Zeit und Wert.

Ich schließe hier meinen Rückblick auf meine Kameras der letzten 25 Jahre ab und mache fotografisch weiter, indem ich nach vorne blicke.

Und jetzt kommt es auf die Fotos an.

Das wird dauern – bis dann!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.