Über Relativität, Superlative und Käsekuchen zwischen A13 und Macro

flaneur21

A13

Als Apple-Fan gefällt mir die Überschrift bei derstandard sehr gut „Das billigste iPhone hat mehr Leistung als die teuersten Android-Geräte“.

Das ist super aber was heißt das? Man kann die Kommentare unter dem Artikel lesen oder seine eigenen Erfahrungen beitragen.

Wir saßen zusammen am Kaffeetisch und sprachen über das neue Iphone SE. Alles Besitzer eines Iphone 6s und eines Iphone SE von 2016. Alle waren mehr als zufrieden mit der Leistung ihres aktuellen Iphones, alle wußten, daß irgendwann der Akku gewechselt werden muß, einer hatte es nach vier Jahren jetzt für ca. 100 Euro machen lassen, aber sonst gab es wirklich nichts an dem Iphone auszusetzen. Auch die Kameraleistung stimmte.

Die Zufriedenheit durchbrechen ist dann die einzige Möglichkeit, um das neue Iphone SE zu begründen. Durch die Preisgestaltung von 529 Euro für ein Gerät mit 128 GB werden wohl die meisten davon bis zum nächsten Jahr dieses neue Gerät kaufen. Aber es ändert nichts an der Zufriedenheit mit dem Iphone 6s und genau das ist der Grund für den Wechsel….

Bei dem Gespräch gab es gekauften Käsekuchen für 2,99 Euro für die ganze Torte. Der schmeckte besser als die Einzelstücke für 2,20 das Stück.

Und wenn ich Fotograf wäre und mehr als eine Linse will, dann würde ich fragen, ob das Motorola One Zoom nicht für noch weniger Geld einfach mehr bietet, abgesehen davon dass Android eben weniger Sicherheit und weniger Service und weniger Zukunft in den gekauften Geräten bietet.

Makro

Aber es gibt ja noch einen Trend bei Smartphones. Das ist der Einbau einer Makrokamera. Erst eins, dann zwei und nun schon noch mehr Megapixel.

Makros mit einem Smartphone aufzunehmen kann reizen, wenn der Monitor hell und klar ist. Aber ich muß auch sagen, daß dies wirklich ein Hinterherlaufen hinter Digitalkameras ist.

Seit ich mir 2008 die Ricoh GX200 gekauft habe, hatte ich mehr Spass an der Makrofotografie als jemals zuvor. Und man muß sagen, das galt auch danach.

2012 habe ich mit einer Canon Kompaktkamera einen Pommestest gemacht, der die Fähigkeiten der Optik zeigte. Ich konnte bis zum Glas der Optik an die Pommesgabel gehen, um ein Makro zu machen.

2013 habe ich dann die Ricoh GX200 und die Casio ZR1000 verglichen und dabei unglaublich gute Makrofähigkeiten feststellen können.

Und dann war da noch die Fuji X10 mit ihrem Super-Makromodus. Bis heute unglaublich tolle Möglichkeiten und natürlich mit RAW.

Und jetzt im Jahr 2020?

Da kommen Minilinsen mit 2 Megapixel im Smartphone als Innovation?

Natürlich sind diese Informationen nicht mehr relevant für eine Person, die mit dem Smartphone aufgewachsen ist und sich mit Makros beschäftigen will. Die holt man dann beim Smartphone ab und offenbar mit einem Makroobjektiv im Smartphone.

Das nennt sich dann Zeitgeist.

Aber das Bisherige ist nicht schlechter nur anders.

Insofern ist das bisherige fotografische Equipment ohne KI kein kiki sondern hochwertiges optisches Feininstrument, das nun durch Smartphonelösungen ergänzt wird.

 

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