Webalizer – Der Bewegungsmelder zwischen dayart, artlens und dokumentarfotografie

flaneur21

Wie viele Menschen lesen über Fotografie in Deutschland? Ich kann zumindest bei mir sagen, was los war. Auf meinen Blogs im Projekt Fotomonat.de mit artlens.de, dayart.de, lenstrip.de und dokumentarfotografie.com hatte ich in den letzten zwölf Monaten jeden Monat ca. 200.000 visits und im Bereich buchmonat.de und geschichtsbuch.de jeden Monat ca. 50.000 visits.

Diese Statistiken sind von webalizer: “Ein Besuch (Visit) beginnt, wenn jemand von einer bestimmten IP-Adresse aus erstmals eine Seite (Page) auf Ihrem Server aufruft. Die folgenden Seitenaufrufe von dieser IP-Adresse aus gelten dann als Teil des gleichen Besuchs solange die Pause zwischen zwei Seitenaufrufen kürzer als 30 Minuten ist. Wird nach einer längeren Unterbrechung wieder eine Seite von der gleichen IP-Adresse aus aufgerufen, zählt dies als neuer Besuch.

Für die Berechnung der Besuche werden nur Aufrufe von Seiten, nicht aber z.B. von Grafiken benutzt. Aufgrund verschiedener Unwägbarkeiten sollte die Angabe der Besuche trotzdem nur als gute Abschätzung der tatsächlichen Besucherzahlen angesehen werden.”

Das ist für mich auch deshalb interessant, weil ich mich vom Thema Konfliktfotografie mit frontlens.de verabschiedet habe, meine regionalen Blogs rund um Wupperart und Bergisches eingestellt habe und zusätzlich überhaupt nicht über gefällige klickträchtige Themen schreibe, sondern nur über das, was mir gefällt und mich interessiert. Weniger ist mehr!

Wenn ich dies nun mit dem Aufruf von Videos vergleiche, die man auf youtube sehen kann, dann würde dies ja bedeuten, daß ich bei einigen Artikeln wesentlich erfolgreicher bin als mancher Influencer auf youtube, obwohl es bei mir keine Videos gibt. Dann hat ja das geschriebene Wort mit Text und Bild hier doch noch eine gute Lesenische und Fotonische gefunden für meine kleinen Fachgebiete und Lebensthemen.

Aber wer hier liest, will ja oft eher eine vertiefte Auseinandersetzung und kommt offenbar hierhin, weil es hier das gibt, was er/sie sucht und woanders nicht gefunden hat. Das spricht für meine Leserschaft.

Ich habe natürlich keine Übersicht über andere Webseiten und deren Besucherzahlen und ich weiß schon gar nicht, wo ich meine Blogs im Web medial einordnen soll. Aber so schlecht kann es nicht sein, wenn ich wikipedia mal folge.

Eine große englischsprachige Webseite hat monatlich doppelt so viele Visits aber mit einem ganz anderen Aufwand.

Zudem liege ich weit über manch gedruckter Fotozeitschrift. Wenn ich mal auf ivw blicke, deren Zugriffsmessung online offenbar auch die visits zählt (die aber rein kommerziell sind), dann finde ich dort überhaupt keine Statistik rund um die Fotografie aber die Zahlen bei anderen Angeboten sind dennoch sehr bemerkenswert.

2020 gab es laut statista ca. 9 Millionen Menschen über 14, die sich speziell für Fotografie interessieren. Das sind wohl die, die mehr als nur visuell mit dem Smartphone kommunizieren. Davon interessieren sich die meisten sicherlich für Technik und für Porträts, also Themen jenseits meiner Fotonische zum klassischen Blick in modernen Zeiten. Hinzu kommt, daß ich ja echte Artikel schreibe, die auch in die Tiefe gehen sollen und eigene Gedanken entwickle, also nicht einfach texte, um mit Suchwörtern rund um Werbung möglichst viel Traffic zu erzielen. Hier ist es genau andersrum. Es geht nur um den Inhalt, der dann angemessen aufbereitet sein soll zum Lesen im Internet.

Mir gefällt, daß ich als purer Amateur mit Lesen und Fotografieren doch eine für meine Begriffe stattliche Leserzahl habe, zumal es sich ja um Nischenthemen jenseits von Sex, Mode und Sport handelt – es geht also rein um fotografische Fachfragen bis zum fotografischen Feuilleton hier.

Bevor ich nun im Übergang versinke, wollte ich mich mit diesen Zeilen bedanken und darauf hinweisen, daß meine Artikel meistens im Zeitgeist entstanden sind aber oft in kritischer Betrachtung mit woher und wohin, so daß sie oft zeitlos sind.

Und ich finde manche ausgesprochen gut, weil ich durch das Schreiben einen echten Erkenntnisgewinn hatte, der oft eine neue Sicht oder andere Perspektive ermöglichte und vieles fotografisch neu sichtbar und lebbar macht.

Und wenn es am Schönsten ist, ist vielleicht die Zeit gekommen, um neu zu sehen – ganz im fotografischen Sinn!

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